Maturakonzert im Schloss Gleinstätten

Thomas Adam und Lukas Wielandner waren mit ihren Instrumenten, wunderschönen Musik­stücken, einigen Freunden als Unterstützung, einer großen Portion Begeisterung und Musizierfreude auf der Suche nach dem perfekten Veranstaltungsort für ihr Maturakonzert am 7. Mai 2010. Sie fanden ihn: das Schloss Gleinstätten.

Ein Maturakonzert – etwas ganz Besonderes. Hier geht es den Maturanten des musischen Typs im BORG Deutschlandsberg vor allem darum, einem interessierten Publikum – haupt­sächlich Familienangehörigen, Freunden, sowie Mitgliedern der großen BORG-Familie – zu zeigen und zu Gehör zu bringen, was sie auf ihren Instrumenten im Lauf der Jahre an dieser Schule erreichen konnten. Sie haben über Jahre intensiv gearbeitet und nun, kurz vor der Reife­prüfung, ein Instrumentalprogramm für diese Prüfung zusammengestellt.

Thomas Adam (klassische und Jazz-Gitarre) und Lukas Wielandner (Schlagzeug, Kontra­bass und Gitarre) haben schon seit einiger Zeit gemeinsam gespielt. Mit unter­schied­lichen Partnern haben sie sich an unterschiedliche Stilrichtungen herangewagt und das – wie das Publikum jetzt bestätigen kann – sehr erfolgreich. Ihre Partner /innen für die Reise durch mehrere Epochen und Stilrichtungen waren Elisabeth Stahl (überzeugend mit ihrer Stimme), Matthias Maier (bestechend professionell auf der Violine), Jürgen Schmidt (unterstützend – erdend am Bass), Paul Loibner (urig – ländlich auf der Steirischen) und Mag. Bernhard Wegner, der „echte Jazzmusiker“ (Zitat aus der spontanen Dankesrede der Schüler für ihren Combo-Lehrer).

Die Maturanten hatten einen Mann gebeten den Abend zu moderieren, mit dem sie seit vier Jahren vieles verbindet und den seit langer Zeit vieles mit dem Veranstaltungsort verbindet: Mag. Friedrich Malli, den leidenschaftlichen Gleinstättner und Direktor des BORG Deutsch­landsberg. Er führte mit mitreißender Begeisterung von einem berührenden John Dowland über einen anspruchsvollen Johann Sebastian Bach, einen verträumt-anregenden Francesco Molino und überzeugend interpretierte Stücke von Gabriel Fauré, Len Williams und Heitor Villa-Lobos zu Wolfgang A. Mozarts Wiener Sonatine, die das Publikum in die Pause führte. Danach sorgte die Combo für Jazzstimmung, die ihresgleichen sucht.

Der gesamte Abend war eine großartige Bestätigung für die Arbeit, die Mag. Marianne Krobath und Mag. Bernhard Wegner mit den Schüler/innen geleistet haben.

Die steirisch-bodenständige Stoffmusi (Paul Loibner, Steirische; Thomas Adam, Gitarre; Lukas Wielandner, Kontrabass) ließ den Abend zumindest ebenso unterhaltsam ausklingen wie er anspruchsvoll begonnen hatte.

Fotoalbum

Andrea Gupper