Gut be-hutet in den Ruhestand

Direktor Fritz Malli verabschiedet sich von seinem BORG Deutschlandsberg

Am Freitag, dem 27. November, lud Direktor HR Mag Fritz Malli zu seiner Pensionierungsfeier in die Aula seines BORG Deutschlandsberg – und alles, was Rang und Namen hatte, war gekommen.

Ein Tiefwurzler

Alle waren sie gekommen, wie Maria Schönegger, die souverän eröffnete, feststellte: Die Amtsführende Präsidentin des Landeschulrat Elisabeth Meixner an der Spitze einer großen Delegation aus dem LSR, Elternvertretung, Schüler/innen und Lehrer/innen, Schul- und Bildungspartner, der Bürgermeister von Deutschlandsberg Josef Wallner (selber ein Borg-Absolvent) sowie zahlreiche Weggefährten in der Standesvertretung.

In ihrer Laudatio zeichnete Präsidentin Meixner die Begegnungen zwischen Fritz Malli und ihr als roten Faden nach. Von höchster Stelle wurde beschrieben, was den Lehrer und Schulleiter Fritz Malli ausmacht: Er ist ein Gestalter von Schule in der Steiermark; hat Kinder und Jugendliche im Mittelpunkt seines Wirkens, ist ein liebenswerter Mensch, ruhig, gelassen, volksverbunden, ein standhafter „Tiefwurzler“ mit Rückgrat. Direktor Malli wurde nicht nur ein Dekret mit Dank und Anerkennung der Frau Ministerin überreicht, er erhielt darüber hinaus im Namen des Herrn Landehauptmanns einen feschen Steirerhut.

Auch Landesschulinspektorin Gerda Lichtberger sowie die Elternvertreterin Wybke Wenk-Knöller und die Schülervertreter/innen mit Matthias Wagner, Johanna Lechner und Elias Windisch charakterisierten den Neo-Pensionisten trefflich: Malli stehe für: nachhaltig entscheiden, grundpositive, humorvolle Gelassenheit, Förderung der Zusammenarbeit. Er sei ein Zauberer der Worte, zu dem trotzdem ein selbst gesticktes Deckerl mit Spruchweisheiten passe.

Ingrid Zeisberger würdigte ihn für die Lehrer/innen seiner Schule in Form einer vorwissenschaftlichen Arbeit und zeichnete seinen Charakter und sein Wirken im Vergleich zu berühmten Lehrerfiguren in der deutschen und englischen Literatur nach (Stichwort: Meister Lämpel von Wilhelm Busch oder John Keating aus dem „Club der toten Dichter“).

Fritz, der Weise

Selbst die beiden Spitzen der Lehrergewerkschaft, Gerhard Riegler und Eckehard Quin, scheuten die lange Anreise aus Wien nicht, um Fritz Malli als einem der gewichtigsten Lehrervertreter Steiermarks zur Pensionierung zu gratulieren. Gerhard Riegler, Vorsitzender des Zentralausschusses der AHS-Lehrer und damit höchster AHS-Lehrergewerkschafter, hob in seiner Würdigungsrede zwei Aspekte hervor: den Charakter des Menschen Malli („ein Weiser, ein leiser, aber zäher Schulpolitiker, ein Steirer“) und die Erfolge des Lehrervertreters Malli („ein unablässiger Förderer und erfolgreicher Innovator der Sekundarstufe 2, mit österreichweiten Auswirkungen“).

Malli und die Pension

In einer launigen und gewitzten Abschlussdankesrede an die rund 200 Gäste deklamierte Direktor Malli ein selbst verfasstes Gedicht, das von Robert Gernhardt - einem seiner Lieblingsdichter - inspiriert worden war, und kündigte an, es nach 40 Dienstjahren nun etwas ruhiger anzugehen und „mit dem Flascherlzug in den Lebensherbst“ fahren zu wollen. Mit Musik der BORG Big Band und mit Finsterl-Wein des Weinguts Schmidt aus seiner Jugendgemeinde St. Ulrich im Greith klang die Feier am späten Abend beschwingt aus.

Die BORG-Gemeinschaft wünscht ihrem großartigen Direktor das Allerbeste für seinen Ruhestand.

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Kreuzfahrt 7C

 

Auf historischen Spuren im östlichen Mittelmeer

 

Von 22. bis 29. Juni 2014 waren wir mit der Costa Magica 2180 Seemeilen (das sind 4037 km) unterwegs, um historisch und kulturell bedeutende Stätten im östlichen Mittelmeer zu besuchen. Von Venedig ging es über Bari nach Olympia, wo wir dem Ursprung der olympischen Spiele nachforschten. Von Piräus wagten wir die Fahrt mit der Metro ins Zentrum von Athen und scheuten trotz der Hitze den Aufstieg auf die Akropolis nicht. Belohnt wurden wir mit einem großartigen Rundblick über die Stadt und dem Bewusstsein, an dem Ort zu stehen, an dem vor 2500 Jahren die europäische Kultur ihren Anfang nahm. Vom Hafen von Izmir fuhren wir mit dem Bus nach Ephesos und hörten von einem sehr kompetenten Fremdenführer viel Interessantes über die Stadt des berühmten Artemistempels. Beeindruckend die Celsius-Bibliothek und das größte Theater der Antike. Die letzte Station unserer Reise war Dubrovnik, wo uns die kleine, aber besonders schöne Altstadt mit der Stadtmauer und dem alten Hafen am blauen Meer in ihren Bann zog. „Können wir nicht hierbleiben …?“ Bei der Einfahrt in den Hafen von Venedig waren wir müde, aber voller unvergesslicher Eindrücke von einer Reise, bei der wir zwei Weltwundern der Antike nahe waren und fünf UNESCO-Weltkulturerbe-Orte erlebten.

Das Leben an Bord eines großen Kreuzfahrschiffes war natürlich etwas ganz Besonderes: gepflegtes Abendessen in Sakko und Krawatte, Swimmingpools, Animationsprogramm, Fitnessstudio, Verpflegung rund um die Uhr, Sonnenliegen an Deck und vieles mehr … wir haben es genossen!

Mag. Ingrid ZEISBERGER