Reifeprüfungsbestimmungen

Die kompetenzorientierte standardisierte Reifeprüfung (SRDP)

 

Die Matura besteht aus sieben Prüfungen, allerdings werden diese neu aufgeteilt: 1 VWA, 3 oder 4 schriftliche Prüfungen, 2 oder 3 mündliche Prüfungen. Die Matura ist modular aufgebaut, d.h., die Schüler können eine Prüfung nach der anderen absolvieren.

VWA

Jeder Schüler hat eine „vorwissenschaftliche Arbeit“ (VWA) zu einem selbst gewählten Thema zu verfassen. Die Beurteilung der VWA-Säule setzt sich wiederum aus drei Teilen zusammen: der Arbeit, der Präsentation und der Diskussion. Der Text der VWA ist ein wissenschaftsnaher Text, ca. 25 Seiten lang, in der Art wie eine Proseminararbeit auf der Uni, mit Zitaten und Auswertung von wissenschaftlicher Literatur. Die Arbeit daran beginnt bereits am Anfang der 7. Klasse, im März der 7. Klasse muss das Thema feststehen. Mit Unterstützung eines Lehrers hat man bis Ende Februar der 8. Klasse Zeit, diese VWA zu verfassen. Die Gesamtnote auf diesen Teil der Matura ergibt sich erst mit der mündlichen Präsentation und Diskussion vor der Matura-Kommission.

Schriftliche Maturaprüfungen

Zum selben Prüfungstermin treten alle Schüler in ganz Österreich zur Klausur in den standardisierten Gegenständen an und erhalten einheitliche Aufgabenstellungen in den Gegenständen Deutsch, Mathematik und in einer lebenden Fremdsprache, bei uns am BORG: Englisch, Französisch, Italienisch sowie einer weiteren Fremdsprache (ENG, Franz., ITAL, und auch Latein). Die Aufgabenstellungen kommen standardisiert vom BIFIE (Bundesinstitut für Bildungsforschung, Innovation & Entwicklung des österreichischen Schulwesens). Die Klausuren werden am Schulstandort von den Lehrenden nach einem allgemein gültigen Korrekturschlüssel benotet.

Mündliche Maturaprüfungen

Bei den zwei oder drei mündlichen Prüfungen werden die Aufgabenstellungen nicht zentral vorgegeben, sondern bleiben in der Verantwortung der BORG-Lehrer. Dabei ist nicht nur angeeignetes Faktenwissen wichtig, sondern auch das Anwenden und das kritische Reflektieren dieses Wissens. Die Schüler ziehen aus einem Themenpool, der von den Fachlehrern des Standortes entwickelt worden ist. Die Prüfungsdauer beträgt zwischen 10 - 20 Minuten.

Das neue Reifeprüfungszeugnis

Neben dem Jahreszeugnis der Abschlussklasse weist das künftige Reifeprüfungszeugnis auch die sogenannte Stundentafel auf (= jene Stunden, die die Schüler konkret absolviert haben). Schulautonome Schwerpunkte und persönliche Interessen werden dabei dargestellt und ermöglichen ein klares Bild über die Fähigkeiten der Maturanten.